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Möhren boomen

Möhren gehören eindeutig zu den von den Verbrauchern bevorzugten Gemüsearten zu Corona-Zeiten. Dabei dürfte ihnen die relativ gute Lagerfähigkeit im Haushalt zu Gute kommen.

Im März schnellten die Einkaufsmengen in die Höhe und lagen 21 % über denen des Vorjahres. Das Plus beim Einkauf von Bio-Möhren fiel mit 34 % noch höher aus. Die vorläufigen Käuferreichweiten zeigen, dass diese starke Fokussierung der Verbraucher auf Möhren bis in den Mai hinein anhält. So lag die vorläufige Käuferreichweite noch in Woche 19, Anfang Mai mit 9,9 % etwa 15 % höher als im Vorjahr.

Da trifft es sich gut, dass die Kühlläger dank der Rekordernte 2019/2020 noch gefüllt sind und den bedeutenden Teil des Bedarfs decken. Und dieser ist in Zeiten der Corona-Krise deutlich erhöht. Mit Beginn der Möhrenernte Anfang Juni in Deutschland findet der Verbraucher wieder frische, deutsche Möhren im Lebensmitteleinzelhandel. Erste Bundmöhren sind bereits seit Mitte Mai im LEH verfügbar.

Versorgungsengpass bei Bio-Möhren

Bei Bio-Möhren zeichnet sich im Mai 2020 eine sehr enge Marktversorgung ab. In Israel ist der Anbau von Bio-Möhren aufgrund der stetig rückläufigen Nachfrage aus Deutschland stark eingeschränkt worden, die Exportsaison ist weitgehend beendet. Das gilt auch für Ware aus Dänemark. Aus Spanien gelangen aktuell keine bedarfsdeckenden Mengen nach Deutschland. Somit wird der Markt bis zum Einsetzen der neuen Ernte in Deutschland mit einem Herkunftsmix aus Spanien, Portugal, Italien und den verbleibenden Mengen aus Israel eher knapp versorgt bleiben.

Mehr zu den aktuellen und kommenden Entwicklungen am Obst- und Gemüsemarkt erfahren Sie live von den AMI-Marktexperten immer donnerstags um 14 Uhr.

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