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Frisches Obst & Gemüse – verpackt oder unverpackt?

Nachhaltigkeit bleibt auch in der Corona-Pandemie das große Thema bei Verpackungen für frisches Obst und Gemüse. Kompostierbar, recycelt oder einfach nur weniger Menge? Was will der Verbraucher?

Nachdem der Anteil loser, unverpackter Ware bei Frischgemüse 2018 in Deutschland einen Tiefpunkt erreicht hatte, ist der Anteil 2019 nach Auswertung des GfK-Frischepanels gestiegen. Zunächst machten sich Umstellungen bei Discountern bemerkbar, die vorher kaum lose Ware im Programm hatten. Entgegen den Erwartungen hat sich der Trend aber auch 2020 fortgesetzt. Eine besonders hohe Sensibilität in Punkto Hygiene war nur kurzfristig zu beobachten. Bisher wichtige Themen wie Klima, Ressourcen, Umwelt und Nachhaltigkeit kamen wieder sehr schnell auf die Tagesordnung. Denn die Pandemie führte zu einem allgemeinen Krisengefühl, das den Wunsch nach verantwortungsvollem Handeln förderte.

Hersteller und LEH werben deshalb nach wie vor mit nachhaltiger Verpackung. Dabei geht es oft um einen Wechsel des Materials oder eine Mengeneinsparung. Auch der Verzicht auf Verpackung nimmt zu. Im Winter 2020/21 fand man in Deutschland keine Gurken mit Schrumpffolie mehr in den Geschäften, aber dafür jede Menge welke oder gelbe Gurken. Steigende Abschriften sind allerdings auch kein Zeichen von Nachhaltigkeit!Zudem erlebt der Online-Handel nun auch bei Lebensmitteln einen Boom. Hier sind Verpackungen eine besondere Herausforderung – die Produkte müssen gut geschützt werden, sollen und dürfen aber keine Verpackungsberge produzieren. In absoluten Zahlen war der Zuwachs im Verkauf von frischem Obst und Gemüse allerdings bei anderen Einkaufstätten außerhalb des LEH – also ab Hof, auf dem Wochenmarkt oder im Fachgeschäft – wesentlich bedeutender als das Plus im Online Handel. In all diesen Einkaufstätten wird im Wesentlichen unverpackte Ware angeboten.

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